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Dichtheitsprüfung: Landtagsabgeordnete empfiehlt, Neuregelung bis Sommer abzuwarten. Lübbecke Wasserschutzgebiet soll stark ausgeweitet werden.

Lübbecke Wasserschutzgebiet soll stark ausgeweitet werden


Dichtheitsprüfung: Landtagsabgeordnete empfiehlt, Neuregelung bis Sommer abzuwarten


Frank Hartmann
07.02.2018 | Stand 07.02.2018, 15:21 Uhr


Lübbecke. Um die öffentliche Wasserversorgung dauerhaft zu sichern, will die Bezirksregierung Detmold das Wasserschutzgebiet Lübbecke erheblich ausweiten. Auf dem vorläufigen Plan, den Baudezernent Ingo Ellerkamp kürzlich dem Bauausschuss vorstellte, zeigt sich nahezu eine Verdoppelung der Fläche - insbesondere nach Süden bis zur Stadtgrenze. Doch auch in nordöstliche Richtung soll die Schutzzone ausgedehnt werden.


Dem von den Stadtwerken beantragten und von der Bezirksregierung geleiteten Verfahren zur Neufestsetzung des Schutzgebiets liegt ein hydrogeologisches Gutachten zugrunde. Es behandelt die vier Schutzzonen mit jeweils eigenen Beschränkungen und Folgen für Wirtschaft, Landwirtschaft und Privathaushalte, um das Grundwasser zu schützen.


Laut Ellerkamp führt die Lübbecker Verwaltung weiterhin Gespräche mit der Bezirksregierung, um die Erweiterung der Schutzzonen so gering wie möglich zu halten. Sobald ein neuer Sachstand vorliege - auch bezüglich der endgültigen Größe des Schutzgebietes - würden die politischen Gremien informiert.


Mit einem abschließenden Entwurf, der danach für vier Wochen unter anderem im Lübbecker Rathaus ausliegen würde, rechnet der Baudezernent noch in diesem Monat.

Bis 14 Tage nach Auslegung hätten Bürger, Landwirte und Unternehmer dann Zeit, eine Stellungnahme abzugeben, bevor die Bezirksregierung die endgültige Größe des Wasserschutzgebietes festlege.


Von der NW um eine Stellungnahme gebeten, teilt die umwelt- und agrarpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag, Bianca Winkelmann, mit: "Ein wichtiges Anliegen der neuen NRW-Regierung ist es, ideologiefreie Entscheidungen im Sinne der Bürger zu treffen." Daher werde auch die Dichtheitsprüfung ("Kanal-TÜV") novelliert.

Bis dahin empfehle sie jedem Bürger "abzuwarten, wie die zukünftige Neuregelung aussieht". Winkelmann hofft, dass bis zum Sommer eine neue Verordnung fertig wird.


Quelle:
http://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/luebbecke/22052784_Wasserschutzgebiet-soll-stark-ausgeweitet-werden.html


Genehmigung zur Veröffentlichung des Artikels wurde mir von der >Neue Westfälische< gegeben.

Kommentare   

+10 #2 Hugo Hütten 2018-05-02 13:23
Ganz bestimmt manipuliert diese Branche wieder im Hintergrund!

Widerlegt den Monitoring-Zwischenbericht mit wirklich wissenschaftlichen Belegen oder beweisen Sie, Herr Genreith wenigstens die angebliche Verflechtung der Hochschule OWL mit den Befürwortern der DHP.

Zitat WSG: "Gerade die Hochschule OWL ist im Fachbereich Abwasser beispielsweise beeinflusst von entschiedenen Befürwortern der Dichtheitsprüfung."

Nur behaupten bringt nichts! Nur Beweise gelten!
Sonst wird das wieder nichts!
+1 #1 Monika Mostert 2018-05-02 12:00
Leider erst 2020.
Kann man sich denn darauf auch verlassen oder manipuliert die Branche bis dahin wieder im Hintergrund?
http://www.hug-wesel.de/aktuelles/einzelansicht-aktuelles/dichtheitspruefung-am-kanal-pflicht-fuer-alle-wird-bis-2020-abgeschafft-4032/

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