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Ein Zwischenergebnis zum Monitoring : Dilettantische Arbeit

Das Zwischenergebnis zum Monitoring liegt jetzt vor mit der Stellungnahme eines unabhängigen Wissenschaftlers : "In der Form und ohne weitere Differenzierung vollkommen sinnlos!"

Aber 'mal ehrlich: Was hatten wir anderes erwartet?

2016-2013: Vorprojekt zum Forschungsvorhaben „Abwasser-Boden-Grundwasser“, Gemeinschaftsprojekt von Prof. Dr.-Ing. Ute Austermann-Haun und Prof. Dr.-Ing. Schlötzer (beide FB 3) und FH Bielefeld, Prof. Dr.-Ing. Johannes Weinig, Auftrag der Bezirksregierung Detmold (Quelle: http://www.hs-owl.de/fb3/forschung0/fe-vorhaben0.html )

Prof. Weinig ist ein alter Bekannter, harter Befürworter der DHP, enorm einflussreich, und Gegenspieler von Prof. Hepcke in diversen Anhörungen.

Prof. Austermann-Haun ist eng mit der DWA verbandelt, deren Position klar pro DHP war und ist.

Die Frage danach, ob die wohl ihr Team ergebnisoffen forschen lassen, sollte sich jeder selbst beantworten.

 

Hier eine erste Stellungnahme
(eingegangen per E-Mail vom 30.11.2016 an Uwe Gellrich
von Prof. Dr. Hans-Werner Vohr):
 

Sehr geehrter Herr Gellrich,

ich habe gerade den Zwischenbericht gelesen und bin entsetzt. Seit 30 Jahren arbeite ich als Wissenschaftler und habe etliche Diplomanden, Master und Doktoranden betreut.Dieser „Zwischenbericht“ gibt nur Spielraum für willkürliche Auslegungen. Da werden Siedlungsgebiete mit mehrfach sanierten Kanalsystemen verglichen mit bisher vollkommen unkontrollierten Gebieten. Niemand kann daher sagen, ob und wie hoch dort Leitungsschäden sind.
Es geht aus dem Bericht nicht hervor, wie es mit der Bebauung aussieht (Mehrfamilienhäuser, Villen, Reihenhäuser usw.). Sind in den Siedlungsgebieten Altenheime, Arztpraxen, Krankenhäuser, leben dort Familien, ältere Menschen? Kein Wort zu diesen Strukturen. Dabei werden die analysierten Stoffe ohnehin fast ubiquitär im Boden(wasser) gefunden. Wichtig wäre auch die Info, in welchen Tiefen die Stoffe in welchen Mengen gefunden wurden, d.h. gibt es Abbaugradienten? Außerdem gibt es mit Sicherheit ökotoxikologische Daten zu vielen der untersuchten Stoffe. Von denen sollte also bekannt sein, wie sie sich im Boden verhalten, wie, wo und wie schnell sie abgebaut werden. Aber kein Wort in dem „Zwischenbericht“.

Für eine vernünftige toxikologische Bewertung wären diese Punkte wichtig (was kommt tatsächlich im Grundwasser an). Und für die Eigentümer sowie die Behörden wäre wichtig, welche Leckage in dieser Hinsicht wirklich eine gesundheitliche Gefahr darstellt, Haarrisse oder Bruch?

In dieser From taucht der „Zwischenbericht“ nur zur Panikmache und bildet eine Basis für Auslegung in jede Richtung. In der Form und ohne weitere Differenzierung vollkommen sinnlos!

Viele Grüße, H.-W. Vohr