Allgemeines

Medikamentenentsorgung / Gewässerschutz

16.06.2015


Gewässerschutz: Bayern klärt Verbraucher über Medikamentenentsorgung auf

Die Ministerinnen für Umwelt und für Gesundheit in Bayern, Ulrike Scharf Melanie Huml (beide CSU) haben Anfang Juni gemeinsam mit dem Bayerischen Apothekerverband (BAV) eine neue Informationskampagne über die sichere Entsorgung abgelaufener Medikamente gestartet. Arzneimittel dürften nicht über das Abwasser entsorgt werden, sondern gehörten in der Regel in den Restmüll, sagte Scharf.


Die richtige Entsorgung von Alt-Medikamenten sei ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Gewässer. Medikamente, die gefährlicher Abfall sind, müssten über Sammelstellen für Problemabfall entsorgt werden. Im Rahmen der neuen Informationskampagne haben das Landesamt für Umwelt und der BAV praktische Einsteckkärtchen, Flyer und Poster mit wichtigen Hinweisen zur umweltfreundlichen Entsorgung von Medikamenten entwickelt. Das Infomaterial ist in den kommenden Wochen in fast allen bayerischen Apotheken erhältlich. Außerdem sind Apotheker bayernweit Ansprechpartner vor Ort.


In Bayern werden nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LfU) 98 Prozent des Restmülls über die Müllabfuhr unmittelbar Verbrennungsanlagen zugeführt. Medikamente, die sich im Restmüll befinden, verbrennen dort laut LfU rückstandslos und werden so für die Umwelt unschädlich gemacht. Die verbleibenden 2 Prozent des Restmülls in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau würden mechanisch-biologisch behandelt; deshalb sollten die Mediakamente dort zur Problemabfallsammlung gebracht werden.. Die bei der kommunalen Problemabfallsammlung abgegebenen Medikamente werden in Bayern nach den Angaben der Behörde anschließend bei der GSB Sonderabfall-Entsorgung Bayern GmbH entsorgt.
Welche Auswirkungen Medikamenteninhaltsstoffe für die Gewässer haben, ist laut LfU noch nicht umfassend erforscht. Die Behörde verweist in dem Zusammenhang auf das Projekt RISK-IDENT, das nach Methoden suche, um in Gewässern enthaltene anthropogene organische Spurenstoffe und ihre Abbauprodukte zu identifizieren, von ihnen ausgehende Risiken für Gewässerorganismen zu bewerten und den Eintrag in die Gewässer zu minimieren.


Quelle:
http://www.euwid-wasser.de/news/politik/einzelansicht/Artikel/gewaesserschutz-bayern-klaert-verbraucher-ueber-medikamentenentsorgung-auf.html

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